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ERP SYSTEME ERGÄNZEN
Moderne ERP Software-Systeme sind entscheidende Werkzeuge für jede vertikale Fertigung. Die Ergänzung durch Preactor kann das ERP Programmpaket des Unternehmens in eine andere Dimension führen, ohne die bestehenden Funktionalitäten des Systems zu stören.   ERP Systeme haben normalerweise nicht die Daten, um ein System mit genügend Information zur Fertigungsplanung und –steuerung zu versorgen.  Sie erstellen einen langfristigen Plan, der nicht die Funktionalität bietet, die Produktion auf einer Tag-für-Tag Basis zu lenken.  Es scheint, als würde Preactor sich mit ERP überschneiden, aber in Wirklichkeit bietet es ergänzende und verbessernde Funktionalitäten.   Die Stärke von ERP ist die Kalkulation, Lagerkontrolle und Transaktionskontrolle von Kerngeschäftsprozessen. Die Stärke von Preactor ist, die Fertigung von oben nach unten zu betrachten, um individuelle Bestellungen oder individuelle Ressourcen zeitnah zu bewältigen.  Preactor generiert erfüllbare ProduktionsProduktionspläne, die das gesamte Potenzial ausnutzen und bestehende Einschränkungen in der Fertigung berücksichtigen. Die Durchflussleistung kann gesteigert, die in Arbeit befindlichen Aufträge und der Rohmaterialbestand reduziert werden. Für den Planer wird eine ‘Kristallkugel’ zur Verfügung gestellt, um die Fertigung zu steuern.
 
EINFACHE INTEGRATION
Einige APS Lösungen haben Funktionalitäten, die sich teilweise mit ERP im Bereich der Stücklisten (BoM), Auftragsgenerierung und Lagerkontrolle überschneiden.  Dieses kann zu Synchronisationsproblemen führen.  Preactor wählt einen anderen Ansatz.  Es fügt Funktionalität zu - ergänzt ERP - und überschneidet sich nicht. So wird die Synchronisation von Daten bzw. redundante Datenhaltung vermieden.

Preactor wurde zur Integration in ERP entwickelt, Daten können leicht zugefügt werden, ohne dass die Leistungen sich gegenseitig beeinflussen.  Planungs- und Steuerungssysteme benötigen im Rechnerspeicher befindliche Daten, um Planungsgeschwindigkeit zu unterstützen, wohingegen ERP Systeme auf Transaktionen basieren.  Für die Leistung eines Steuerungssystems ist es inakzeptabel, wegen eines ‘laufenden Reports’ im ERP System, eingeschränkt zu sein.  Separate Programme sind notwendig.
 
Es gibt viele Möglichkeiten, Preactor in ein ERP System zu integrieren.  Dieses kann sich von einem einfachen Batch File Transfer (Aufträge werden über Routing und Updates an APS übergeben - Start-Ende Zeiten für jeden Vorgang und alle Ressourcen festgelegt - und im Produktionsplan generiert, zurückgegeben) bis hin zu ereignisgesteuerter Nachrichtenintegration mit nach neuesten Standard aufgebauten XML Dateien - wie ISA95 –, erstrecken.

MATERIAL EINSCHRÄNKUNGEN
Wenn Material eines Auftrages (Fertigungsauftrag oder Einkaufsauftrag zum Beispiel) von einem anderen gebraucht wird, entsteht Abhängigkeit.  In ERP Systemen ist es üblich, für jedes Teil der Stückliste eines Produktes einen Auftrag zu generieren.  Um sicher zu stellen, dass diese Abhängigkeit, bei Plan- oder Produktionsplangenerierung, verwendet wird, müssen beide verbunden werden.  Der einfachste Weg ist, dass das Startdatum des abhängigen Auftrags identisch ist mit dem Fälligkeitsdatum des Produktionsauftrags.  Dieser Weg ist unpraktisch, da Einschränkungen oder Verzögerungen berücksichtigt werden müssen.  
 
 
 
Preactor 400 APS und höhere Versionen haben die Funktionalitäten Aufträge zusammen zu fassen, so werden reale Einschränkungen und unerwartete Verzögerungen automatisch berücksichtigt.   SMC oder 'Static Material Control' – statische Materalkontrolle - ist eine Funktion, die Links zwischen Aufträgen erstellt (Zuordnung des Materials zu Arbeitsgängen). Diese Links können von Preactor genutzt werden. Sie gewährleisten, dass nur bei Materialverfügbarkeit für einen oder mehrere Produktionsaufträge der Verbrauchsauftrag mit diesem verbunden werden kann – bei Start von SMC.   Der User kann Regeln anwenden, um die Auswahl, welche Produktionsaufträge mit Verbräuchen verbunden werden, zu überprüfen. Regeln können oft eingesetzt werden – z.B. wenn Verkaufsaufträgen Lagerbestand von zwei möglichen Lagerorten zugewiesen werden soll. Ist dieses abhängig von Bedingungen oder Eigenschaften des Verbrauchsauftrags – kann es mit Hilfe einer SMC Regel geschehen.
 
STEIGENDE TRANSPARENZ
Die Bedieneroberfläche von Preactor kann den Auftragsstatus unterschiedlich anzeigen.  Sie bietet dem Planer ein komplettes Bild von Nachfrage, Kapazität, Ressourcenauslastung und Arbeitsfolge, sowie die erwartete Fertigstellungszeit für jeden Arbeitsgang in einem Gantt Diagramm. 
 

Der Planer kann mit Drag & Drop Prioritäten ändern und den Produktionsplan bearbeiten. Auf welchem Weg auch immer er versucht die Unternehmensziele zu erreichen, er sieht die Auswirkungen auf alle Aufträge, bevor er die Änderungen an ERP zurück übermittelt. 
 
OPTIMIERTE FOLGE
Wenn ERP Systeme die Kapazität nutzen, um die Arbeitsmenge in Zeiteinheiten zu begrenzen, wird die Reihenfolge der Arbeiten intern nicht berücksichtigt.
 

Die Reihenfolge ist aber wichtig, um Arbeiten zusammenzufassen und so Rüstzeiten an einer oder mehr Ressourcen zu minimieren.  Deshalb bietet Preactor 400 APS standardmäßig eine große Anzahl von Optimierungsregeln. Darüber hinaus können diese Regeln an die spezifischen Bedürfnisse des Kunden angepasst werden. 

BEI BEDARF DER KUNDENWUNSCHTERMIN
Die Fähigkeit auf ad-hoc Anfragen, wann ein Auftrag versendet wird, zu reagieren, ist oft eine entscheidende Anforderung. Dieses wird 'Available To Promise', ATP, genannt (normalerweise ist ATP definiert als eine Kalkulation, die auf der Verfügbarkeit von aktuellem Lagerbestand, Fertigung in Arbeit oder festen Durchlaufzeiten basiert). Oft entspricht dieses nicht den Anforderungen der Unternehmen.
 

Capable to Promise  (CTP) berücksichtigt - allgemein definiert - den aktuellen Status der Produktion inkl. Verfügbarkeit von Halbfertig- und Zukaufteilen sowie die begrenzte Kapazität der Ressourcen - das sind die Anforderungen in der Praxis. Hierbei handelt es sich um eine komplexere Kalkulation, die auf Daten basiert, die viele ERP Systeme nicht zur Verfügung stellen können.

ERP bietet stattdessen oft eine einfache Kalkulation an, die auf begrenzten Kapazitäten basiert z.B. tägliche oder wöchentliche Kapazitätspläne. Hier wird weder die Reihenfolge von Ressourcen berücksichtigt, was zu Umrüstzeiten führen kann, noch zusätzliche Einschränkungen z.B. Mitarbeiter, Werkzeugbereitstellung, Platz etc.  ERP Systeme haben viele Einschränkungen, sie benötigen ein ProduktionsProduktionsplanungssystem, das ad-hoc Anfragen bearbeiten kann, Arbeitsplanung und Stücklistenstruktur abruft und Arbeiten auf einer 'was wenn?' Basis am aktuellen live ProduktionsProduktionsplan plant.  

Mit Hilfe von CTP ermöglicht Preactor ein ERP-System, zeitnah arbeiten zu können.